1week1startup: Wie wir eine Idee innerhalb einer Woche in einen Prototypen verwandeln

By September 1, 2020tools

Unsere Erfahrungen haben gezeigt, dass es gerade großen Unternehmen schwer fällt, Innovationen konsequent und vor allem kundenorientiert voranzutreiben. Dabei hilft das Visualisieren von Ideen, das Team mitzunehmen und Arbeitsergebnisse immer wieder schnell und praxisnah zu testen. Jede Innovation hat ein bestimmtes Zielpublikum, für das es ein Problem lösen soll. Ein (erster) Prototyp stellt dabei eine greifbare Version einer Idee dar, die validiert werden kann. So können die tatsächlichen Bedürfnisse und Erwartungen der potenziellen Käufer bestimmt und Hypothesen bewiesen bzw. widerlegt werden. Diese fließen anschließend in einen iterativen Prozess ein, der solange wiederholt wird, bis ein marktfähiges Minimal Viable Product (MVP) steht. 

Um Unternehmen an einem konkreten, eigenen Beispiel zu zeigen, wie einfach und kostengünstig Ideen validiert werden können, haben wir #1week1startup ins Leben gerufen. Innerhalb einer Woche unterstützen wir dabei, einen ersten Prototypen aus einer Idee zu entwickeln – wie ein Startup. Abhängig vom Stadium der Idee selbst entscheiden wir zunächst gemeinsam, welches Ziel wir innerhalb einer Woche erreichen wollen. Im Prinzip bedeutet das, die Idee nach nur 7 Tagen in ihrer grundlegendsten und besten Form maximal greifbar zu machen. Natürlich arbeiten wir dabei Hand in Hand mit den Teilnehmern/-innen. Konkret gehen wir dabei wie folgt vor:

Tag 1 - Aussaat:

Kennenlernen und Verstehen

Tag 2 & 3 - Blütezeit:

Die Ideenfindung

Tag 4 - Spreu und Weizen:

Validieren der Ideen

Tag 5 & 6 - Früchte reifen:

Entwickeln eines Prototypen

Tag 7 - Erntedank:

Evaluierung & Präsentation

Tag 1 – Kennenlernen und Verstehen

Zuerst lernen wir das Team kennen. So können wir die Idee besser einordnen. Besonders wichtig ist uns dabei, zu verstehen, wie die Teilnehmer als Team funktionieren und wo Probleme bzw. Potenziale liegen. Vor dem eigentlichen Kick-Off verschicken wir einen Fragenkatalog, mit dem wir ein grundlegendes Verständnis von der Idee selbst schaffen und der als Leitfaden für die weiteren Tage dient.

Tag 2 & 3 – Die Ideenfindung

Am zweiten Tag rekapitulieren wir zunächst die Erkenntnisse und Eindrücke, die wir aus dem ersten Tag haben gewinnen können. Im Rahmen dessen achten wir vor allem darauf, die Kernaspekte der Idee herauszufiltern. Diese sammeln wir mit Hilfe verschiedenster Kreativtechniken, dessen Ergebnisse wir anschließend auswerten und Grundmerkmale für den Prototypen ableiten. Dabei verlassen wir uns nicht nur auf unsere Erfahrung, Intuition oder die Gunst der (kreativen) Stunde, sondern greifen auf erprobte Techniken zurück, mit denen wir unseren Ideenfindungsprozess strukturieren. So kommen vor allem Konzepte zum Einsatz, die auf Design Thinking, User Centric Design und Serious Play basieren.

Tag 4 – Validieren der Ideen

Mit einer auf den Kern reduzierten Version der Grundidee legen wir anschließend konkrete Fragestellungen fest, die wir validieren wollen. Über viele Projekte hinweg haben wir ein Schema entwickelt, das es uns erlaubt, Ideen effizient und zielgenau zu testen. Grundlage dafür bildet die Arbeitsweise von Lean Startup. Hierbei unterziehen wir unsere Ideen komprimierten, aber intensiven Interviews und Feedback-Runden. Auf diese Weise ist es möglich, in kürzester Zeit objektive und ungefilterte Meinungen von echten Kunden zu sammeln. Diese lassen wir dann in unseren Entscheidungsprozess einfließen.

Tag 5 & 6 – Entwickeln eines Prototypen

Mit dem Feedback der Kunden finden wir Antworten und passen den Prototypen an. So stellen wir sicher, dass das Produkt letztendlich den Marktbedürfnissen entspricht. Dabei bringen wir Designer, Strategen und Hacker zusammen, um verschiedene Blickwinkel in die Umsetzung einfließen zu lassen und somit ihre Qualität und Geschwindigkeit zu erhöhen. 

Tag 7 – Evaluierung & Präsentation

Am letzten Tag ist es dann soweit: Ein greifbarer und getesteter Prototyp ist konzipiert und hat in kürzester Zeit einen Reifegrad erreicht, der Rückschlüsse auf das grundsätzliche Potential erlaubt. Alle Ergebnisse werden schließlich den Teilnehmern präsentiert und stehen diesen im Anschluss frei zur Verfügung.

WYTE ist ein Unternehmen aus Entrepreneuren, die den Startup-Gedanken in Unternehmen tragen und digitale Innovationen vorantreiben. Wir nennen das Startup-as-a-Service. Durch die Externalisierung von Validierung und Implementierung ermöglichen wir es unseren Kunden, Innovation unabhängig vom Tagesgeschäft voranzutreiben. Dabei sind wir Experten für Frühphasen von Projekten, mit den wir den digitalen Wandel vorantreiben und neue Potentiale aufmachen. Wir testen Chancen mit konkreten Ideen, validieren sie mit echten Kunden und entwickeln sie iterativ vom Prototypen zum Produkt.